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Es hat ein bisschen gedauert, bis mir
klar wurde, dass gefüllte Paprika nicht ähnlich wie Kohlrouladen zubereitet
werden können. Das Anbraten, wo bei Krautrouladen der köstliche Geschmack
entsteht, entfällt. Muss entfallen, weil das Fruchtfleisch der
Paprikaschoten zu gar wird – im Topf schwimmen dann nur noch die dünnen
Häute neben der Füllung herum. Bei Recherchen nach der ungarischen
Originalzubereitung stieß ich hierauf: „Kleines Ungarisches Kochbuch“ von
Karoly Gundel (Erstauflage 1934!). Das war’s, was ich suchte. Nach einigen
Abwandlungen habe ich daraus eine Zubereitung für mich erstellt.
Zutaten
Für dieTomatensauce:
• 100g Schweineschmalz
• 100g Petersilienwurzel
• 1 große Zwiebel
• 1 rote Gemüsepaprika
• Ein Stück gewürfelte Sellerieknolle
• 2 EL Mehl
• 1 Packung Italienische Tomatenstücke
• 50g 3fach konz.
Tomatenmark • Salz
• Paprikapulver Edelsüß
• scharfer Paprika
• 1 L Brühe (Würfelbrühe genügt)
Für die Füllung:
•
100g Reis • 750g
Hackfleisch – am besten schmeckt es mit selbst gewolften Schweine-Kamm und
–Bauch • 1 Zwiebel
• Salz, Pfeffer, Knoblauch, Majoran,
Blatt-Petersilie •
Paprikapulver edelsüß
Und etwa 8 Spitzpaprika. Ein Ungar besteht
natürlich auf den „Gelben“, es gehen aber genauso gut die Roten u.a. Es
müssen aber Spitzpaprika sein! Gemüsepaprika sind viel zu groß zum Füllen.

Zubereitung
Die Arbeit
beginnt mit der Tomatensauce. Zuerst das Gemüse anrösten. Schweineschmalz in
einem Schmortopf zerlassen, die gewürfelte Petersilienwurzel bei mäßiger
Hitze im Schmalz ordentlich anrösten.
Die Zwiebel in Würfel schneiden und etwas später
zum Andünsten dazugeben. Nun streut man die Selleriewürfel hinein, das
Tomatenmark dazu, bestäubt alles mit etwa 2 Esslöffeln Mehl, sowie 2
Esslöffeln Paprika Edelsüß und lässt es unter Rühren langsam weiterrösten.
Dann kommen die Tomatenstücke dazu. Ebenso noch
eine rote Gemüsepaprika und zwei Peperoni-Schoten, in Stücke geschnitten.
Nun gießt man die Brühe auf und würzt mit 1 EL Salz. Dann muss die Sauce
etwa eine Stunde zugedeckt langsam köcheln.
Als nächstes wird der Reis und die Füllung
vorbereitet. Dazu
schwitzt man die 100g Reis in etwas Schweineschmalz wie für ein Risotto an,
füllt dann mit lediglich der gleichen Menge Würfelbrühe auf und köchelt den
Reis etwa 10 Minuten lang nur halbgar – bis die Flüssigkeit verschwunden ist
und lässt dann den Reis abkühlen.
Unterdessen würfelt man eine Zwiebel und dünstet
diese in Schweineschmalz glasig an. Das Hackfleisch mit Salz, Pfeffer und
etwas Majoran würzen, gibt dann den abgekühlten Reis, die gedünstete Zwiebel
sowie etwa zwei kleingehackte Knoblauchzehen dazu. Noch etwas scharfes
Paprikapulver (etwa ein halber Teelöffel) sowie ein bis zwei Esslöffeln
edelsüßes Paprikapulver dazu. Dann alles per Hand gründlich durchkneten,
dass eine gute Bindung entsteht.
Füllen Die Paprikaschoten waschen und mit einem spitzen
Messer rund um den Stiel einschneiden, so dass sich der Stiel mit den Kernen
entnehmen lässt - das geht nicht immer so glatt. Mit einem Kaffeelöffel den
Rest ausschaben. Die
Hackfleischmasse vorsichtig und nicht zu fest in die Paprika füllen, da der
Reis später noch weiter aufquillt und die Paprikaschoten zum Platzen bringen
kann.

In einem
großen Schmortopf brate ich nun die übriggebliebe zerkrümelte Füllung in etwas
Schweineschmalz kräftig an. Dann gebe ich die Paprikaschoten hinein, brate sie aber
nicht an, da sie dadurch meist kaputt gehen. Gieße gleich die heiße Tomatensauce
über die gefüllten Paprika. Nun sollen die Paprikaschoten knapp eine
Stunde zugedeckt simmern. Nicht länger – sonst verlieren die Paprikaschoten
ihr Fleischlichkeit!

Zum Servieren gibt man Salzkartoffeln dazu. Ich
esse dazu aber am liebsten Reis. *
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